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Berghaus Schönblick: Gasthaus mit Tradition

In Deutschland, selbst im gebirgigen Bayern, gibt es nur wenige Berggasthöfe, die auf einer Höhe von 1.400 Metern liegen. Heute besuchen wir Angela Wozick, die das Traditionsgasthaus Schönblick am Familienskiberg Söllereck leitet. Die erste Lektion: Erreichbar ist das Berghaus Schönblick bei Oberstdorf nur mit der Gondelbahn.

Unser Auto stellen wir am Parkplatz der Söllereck-Bergbahn ab. Die Reise auf vier Rädern hat hier ihr Ende. Wir steigen um – in die Kabinenbahn, mit der wir die 345 Meter hinauf zum Berghaus Schönblick in 6 Minuten bequem bewältigen werden. Der Ausblick ist atemberaubend, die Zeit vergeht wirklich wie im Flug und schon müssen wir aussteigen. Nach ein paar wenigen Schritten, stehen wir vor dem Berggasthof Schönblick, dessen Ursprung als Bergbauernhof bis ins 19. Jahrhundert zurückreicht. Angela Wozick hat uns schon erspäht und kommt uns mit einem herzlichen „Griaß eich“ entgegen.

Vom Bergbauernhof zum Berggasthof am Söllereck

Die gelernte Hotelfachfrau und studierte Betriebswirtschafterin führt uns in die gemütliche Gaststube. Im Kamin flackert ein heimeliges Feuer und aus der Küche dringen verheißungsvolle Düfte. Bis Mittag ist noch ein bisschen Zeit, jetzt wollen wir erst einmal etwas über das Gasthaus mit langer Tradition erfahren. Angela Wozick ist schon seit 2009 hier auf dem Söllereck. seit 2011 leitet sie den Betrieb im Berggasthof, der sich im Eigentum der Oberstdorfer Bergbahn AG befindet. Das Haus wurde in den letzten Jahren laufend renoviert und familienfreundlich ausgestattet. Familien mit Kindern fühlen sich bei uns besonders wohl, weil der ganze Außenbereich super übersichtlich ist. Die Eltern können ruhig im Liegestuhl entspannen, während die Kleinen abseits der Skipiste spielen. Hierzu lädt auch ein kleiner Skidoo aus Holz ein. Der lässt immer wieder die Kinderaugen leuchten. Und die größeren Kinder fahren die Abfahrt einfach auch mal alleine.“

Familien: willkommene Gäste im Berggasthof Schönblick

Die 30 einfach eingerichteten Zimmer im Berghaus Schönblick sind ideal für Familien und Gruppen. Die Lage am Berg ermöglicht zudem ein ganz außerordentliches Erlebnis, wie Angela Wozick begeistert erzählt: „Am Nachmittag, wenn die Lifte schließen und sich dann langsam die Nacht auf das Söllereck legt, wird es ganz ruhig. Man sieht die Lichterschlangen der Autos, die nach einem erlebnisreichen Skitag die OK-Skigebiete verlassen. Dann funkeln die Sterne und die Atmosphäre ist einmalig.

Es ist auch etwas Besonderes, am Morgen als Erster seine Spuren in den frischen Schnee zu ziehen, wenn im Tal erst alle anderen Skifahrer anreisen. Familien erleben hier wirklich einmalig schöne Urlaubstage!“ Dass das Berghaus Schönblick kein traditioneller Familienbetrieb ist, sieht sie nicht als Nachteil. „Wir sind ein Traditionsbetrieb mit familiärem Charakter, lebendig und individuell!“, meint die Gastwirtin.

„Klassiker reloaded“: Essen im Berghaus Schönblick

Mit der herkömmlichen Skihütten-Esskultur kann Angela Wozick wenig anfangen: „Mit Pommes und Würstel lockst du heute doch niemanden mehr hinter dem Ofen vor.“ Deshalb setzt sie auf klassische Alpenküche, vom Kaiserschmarrn über das Gröstl bis zu Kasspatzn und ofenfrischem Schweinsbraten. Außerdem will sie ihre Gäste immer wieder mit einem Essen überraschen, das sie so nicht in einem Berggasthaus erwarten. Der Mix geht auf: Die Sonnenterrasse füllt sich nun, um die Mittagszeit, mit Gästen, die Bedienungen legen einen Gang zu. „Wir sind ein tolles Team“, freut sich die Hausherrin, „Gastfreundschaft kommt bei uns von Herzen, das ist nichts Aufgesetztes. Jeder im Team darf sein wie er oder sie ist, die bunte Mischung macht uns aus. Wir sind lustig und manchmal auch ein bisschen albern. Die Gäste spüren, dass wir Spaß haben!“

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Meisterstück Logistik im Gasthof am Schönblick

„Die Logistik ist schon eine Herausforderung“, berichtet Angela Wozick weiter, „Lebensmittel kommen nur mit der Bergbahn ab 9 Uhr zu uns, alles muss einzeln eingeladen werden“. Im Winter muss dann auch noch alles von der Bergstation rüber zum Berghaus getragen werden, deshalb lassen wir Heizöl, Gas, Bierfässer und lang haltbare Lebensmittel-Vorräte vor dem ersten Schnee mit dem Allrad-LKW liefern.“

Die Söllereckbahn vor dem tief verschneiten Allgäu

Von diesen Anstrengungen merken wir beim Essen natürlich nichts. Uns ergeht es wie allen Gästen im Berghaus Schönblick, ob beim Buffet-Frühstück, untertags oder beim Vier-Gänge-Abendmenü im Rahmen der Halbpension: Wir genießen andächtig und mit voller Hingabe. Der Schweinsbraten ist butterweich und hat ein knuspriges Krusterl, der Kaiserschmarrn ist himmelzart-duftig und der modern interpretierte Burger lässt schon beim Anblick das Wasser im Mund zusammenlaufen.

Skitour zum Schönblick: leichte Genusstour

Bevor wir uns verabschieden, gibt uns Angela Wozick noch einen wichtigen Hinweis: „Das Söllereck ist als Familienskigebiet natürlich bekannt und zurecht sehr beliebt. Aber ihr sollt wissen, bei uns können Familien auch einen wunderschönen Sommerurlaub verbringen. Wandern ab der Haustüre, Natur erleben, Gipfeltouren, einen Kletterwald direkt neben der Haustüre, eine Allwetter-Rodelbahn im Tal, alles dabei. Vielleicht kommt ihr ja im Sommer mal wieder?“ Das versprechen wir gerne, bevor wir unsere Ski anschnallen…Denn zurück zum Auto geht es vom Berghaus Schönblick auf den Skiern, die Abfahrt ist tatsächlich bis zum Parkplatz gespurt. (Rodeln ist am Söllereck leider verboten)